Podiumsdiskussion: "Forum Stadtentwicklung"
Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung diskutierten
Die Stadt Essen schrumpft. Und sie wird immer älter, immer "bunter". Was bedeutet der demographische Wandel für die künftige Mobilität in unserer Stadt? Wird es weniger Autos, Busse, Straßenbahnen auf Straßen und Schienen geben? Oder erhöhen sich die Wege der schrumpfenden Bevölkerung, weil beispielsweise der Lebensmittelmarkt um die Ecke schließt?
Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigte sich am Mittwoch, 14. September, ein Podium im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Stadtentwicklung". Sieben hochkarätige Referenten konnte die Essener Verkehrs-AG als Ausrichter für das zweite Forum Stadtentwicklung im RWE-Pavillon in der Philharmonie gewinnen.
Als Hauptredner boten Dr.-Ing. Ulrike Reutter vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und Hans-Rainer Burisch, Leiter des Amtes für Statistik, Stadtforschung und Wahlen der Stadt Essen, einen Ausblick auf die prognostizierte Bevölkerungsstruktur bis 2020 in NRW und Essen. Die Bevölkerung im Land und in der Stadt wird bis 2020 schrumpfen, allein in Essen um 7,8 Prozent sinken. Gleichzeitig aber wird der Mobilitätsbedarf steigen, da die Infrastrukturangebote abgebaut und zentralisiert werden müssen, so Essens Planungsdezernent Jürgen Best. Der Trend geht hin zur Auswanderung aus den großen Städten in ländliche Regionen. Die Arbeitsplätze verbleiben aber in den großen Städten. Folge: Die Zahl der Pendler steigt.
Die beiden Hauptredner sowie die weiteren Referenten Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (RWI), Jürgen Best (Planungsdezernent der Stadt Essen), Simone Raskob (Umweltdezernentin der Stadt Essen), Dr. Klaus Vorgang (Geschäftsführer der VRR GmbH) und Helmut Kanand (Verkehrsmanager bei der EVAG) waren sich nach fast zwei Stunden Diskussion mit Moderator Eberhard Krummheuer (Redakteur Handelsblatt) und den 100 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung einig, dass das Thema "Demographischer Wandel und Mobilität" sehr komplex sei und - mit Blick auf die Bevölkerungsstruktur - der Nahverkehr in Essen flexibler und qualitativ hochwertiger gestaltet werden müssen. "Das war nur ein Startschuss, um diese Entwicklung, die vermutlich eine Generationsaufgabe sein wird, gemeinsam in die Wege zu leiten", resümierte Gastgeber und EVAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Horst Zierold.
Eine ausführliche Berichterstattung finden Sie hier! Sollten Sie weitere Informationen benötigen, schicken Sie uns bitte eine E-Mail: info(at)mobilitaet-in-essen.de


